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Mitarbeiterfeedback annehmen: Was gute Führungskräfte dabei anders machen

  • Autorenbild: Doris Lindner
    Doris Lindner
  • vor 7 Stunden
  • 10 Min. Lesezeit

Du hast gerade ein Teammeeting beendet. Einer deiner Mitarbeitenden bleibt kurz zurück und sagt: „Ich wollte mal ansprechen, dass ich mir mehr Rückmeldung von dir wünsche – ich weiß oft nicht, wo ich stehe."


Wie reagierst du?


Nickst du, sagst „okay, nehme ich mit" – und machst innerlich schon den nächsten Gedanken auf? Oder gerätst du kurz ins Stocken, weil du nicht genau weißt, wie du mit so einem Moment umgehen sollst?


Beides ist menschlich. Und beides passiert häufiger, als Führungskräfte zugeben würden.


Feedback von Mitarbeitern annehmen ist eine der unterschätztesten Führungsaufgaben. Die meisten Artikel drehen sich darum, wie man Feedback gibt. Was Feedback grundsätzlich bedeutet und warum es in der Führung unverzichtbar ist, habe ich hier erklärt:👉 „Feedback als Führungskraft: Warum es für dich und dein Team unverzichtbar ist" – aber wie du es empfängst, entscheidet mindestens genauso viel über dein Team, deine Kultur und deine Wirkung als Führungskraft.



Das Wichtigste in Kürze


  • Viele Führungskräfte machen bei Feedback innerlich dicht – weil sie gelernt haben, dass Fehler und Unsicherheit ihre Autorität bedrohen.

  • Wer Mitarbeiterfeedback ernst nimmt, trifft bessere Entscheidungen, wird glaubwürdiger und stärkt die Vorbildfunktion.

  • Feedback annehmen und Fehlerkultur hängen direkt zusammen: Wie du auf Feedback reagierst, bestimmt, ob dein Team offen bleibt oder schweigt.

  • Souverän reagieren heißt: zuhören, nicht sofort rechtfertigen, nachfragen und dir Zeit lassen.

  • Du entscheidest, was du mit dem Feedback machst – du musst nicht alles umsetzen, aber du solltest transparent damit umgehen.

  • Der häufigste Fehler: zuhören, nicken – und dann nichts tun. Den Kreis schließen ist entscheidend.

  • Feedback-Routinen helfen, Feedback zur Selbstverständlichkeit zu machen – für dich und dein Team.



Zwei Frauen sitzen sich an einem Meetingtisch gegenüber und führen ein ernsthaftes Gespräch – eine Führungskraft nimmt Feedback von ihrer Mitarbeiterin an.
Feedback annehmen beginnt mit echter Präsenz – nicht mit der richtigen Antwort.



Warum viele Führungskräfte bei Feedback aus dem Team innerlich dichtmachen


Sei ehrlich: Wenn ein Mitarbeitender etwas kritisiert, wie du führst, kommunizierst oder entscheidest – was passiert in dir?


Bei vielen ist der erste Impuls kein offenes Interesse. Es ist Anspannung. Vielleicht leichte Abwehr. Oder das Bedürfnis, sich sofort zu erklären

.

Das hat nichts mit schlechtem Charakter zu tun. Es hat mit dem zu tun, was viele Führungskräfte irgendwann gelernt haben – bewusst oder nicht:


„Als Führungskraft muss ich Antworten haben. Ich muss wissen, was zu tun ist. Fehler und Unsicherheit bedrohen meine Autorität."


Wer das verinnerlicht hat, erlebt Feedback aus dem Team nicht als Information, sondern als Bedrohung. Auch wenn es sachlich und respektvoll kommt.


Dazu kommt: Führungskräfte, die aus der Fachkraft-Rolle gewachsen sind – und das ist in technischen KMUs die Regel, nicht die Ausnahme – haben gelernt: Kompetenz bedeutet, Probleme zu lösen. Nicht selbst welche zu sein.

Mehr dazu, wie eigene Ansprüche zur Belastung werden, findest du hier:


Wenn jemand aus dem Team Feedback gibt, kann sich das unbewusst anfühlen wie eine Infragestellung genau dieser Kompetenz. Auch wenn es das gar nicht ist.


Feedback „von unten" ist kulturell immer noch ungewohnt – für beide Seiten. Viele Mitarbeitende trauen sich erst gar nicht. Und wenn sie es doch tun, spüren sie sofort, ob ihre Führungskraft wirklich zuhört – oder nur so tut.


Der erste Schritt ist also kein Kommunikationstrick. Es ist Selbstwahrnehmung: Wann machst du innerlich zu – und warum?



Warum es sich lohnt, Feedback von Mitarbeitern wirklich anzunehmen


Lass uns kurz konkret werden. Was passiert eigentlich, wenn du Mitarbeiterfeedback konsequent ernst nimmst?


✅ Du triffst bessere Entscheidungen. Wer sich abschottet, entscheidet auf Basis von dem, was nach oben gefiltert wird. Wer zuhört, bekommt ein realistischeres Bild davon, was im Team wirklich läuft.


✅ Du wirst glaubwürdiger. Wer selbst nie Feedback annimmt, verliert die Grundlage, es einzufordern. Das Team merkt den Unterschied – zwischen „Feedback ist hier erwünscht" als Aussage und als gelebter Haltung.


✅ Du stärkst deine Vorbildfunktion. Wenn du zeigst, dass du Rückmeldungen annehmen kannst, ohne in die Defensive zu gehen, macht das etwas mit dem Team. Es senkt die Hemmschwelle für alle. Feedback wird normaler – in beide Richtungen.


✅ Du entwickelst dich weiter. Niemand kennt seine eigenen blinden Flecken. Mitarbeitende sehen Dinge, die du nicht siehst. Das ist kein Makel – das ist ein Informationsvorsprung, wenn du ihn nutzt.


✅ Du bindest Menschen. Wer das Gefühl hat, dass seine Stimme zählt, bleibt eher. Gerade in technischen Unternehmen, wo Fachkräfte Optionen haben, ist das kein weiches Thema.

Welche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung wirklich funktionieren, zeige ich hier:



Übersicht – Warum es sich lohnt, Mitarbeiterfeedback anzunehmen

Nutzen

Was das konkret bedeutet

Bessere Entscheidungen

Du bekommst ein realistisches Bild davon, was im Team wirklich läuft

Mehr Glaubwürdigkeit

Wer selbst Feedback annimmt, kann es glaubwürdig einfordern

Stärkere Vorbildfunktion

Dein Verhalten senkt die Hemmschwelle für das ganze Team

Eigene Weiterentwicklung

Mitarbeitende sehen blinde Flecken, die du selbst nicht siehst

Höhere Mitarbeiterbindung

Wer gehört wird, bleibt eher



Was Mitarbeiterfeedback annehmen mit Fehlerkultur und Bindung zu tun hat


Feedback annehmen und Fehlerkultur hängen direkt zusammen – aber nicht so, wie viele denken.


Eine Führungskraft sollte Fehler eingestehen können – auch öffentlich. Die Frage ist nicht ob, sondern wie. Wer einen Fehler benennt wie eine sachliche Information – „Das war nicht gut, ich mache es beim nächsten Mal anders" – zeigt Stärke. Wer sich dagegen in Selbstkritik verliert oder demonstrativ zerknirscht wirkt, verunsichert das Team eher, als dass es ihm nützt. Der Unterschied liegt nicht im Eingeständnis selbst, sondern in der Haltung dahinter.


Wenn ein Mitarbeitender wagt, etwas anzusprechen – und merkt, dass du defensiv reagierst, das Thema wegmoderierst oder es einfach versickern lässt – zieht er eine stille Schlussfolgerung: Hier lohnt es sich nicht, offen zu sein.


Dieser Schluss betrifft dann nicht nur Feedback an dich. Er betrifft auch, wie das Team mit eigenen Fehlern umgeht, ob Probleme früh angesprochen oder lange verschwiegen werden, und ob sich überhaupt jemand traut, unbequeme Wahrheiten auf den Tisch zu legen.

Wie du eine Teamkultur aufbaust, in der das möglich ist, erkläre ich hier:


Mitarbeiterbindung entsteht nicht durch Obstkörbe oder Betriebsausflüge. Sie entsteht durch das Gefühl: Hier werde ich ernst genommen. Hier zählt, was ich denke.


Beides – Fehlerkultur und Bindung – beginnt damit, wie du mit einem einzigen Feedback-Moment umgehst.



Feedback souverän annehmen: Diese Regeln helfen dir in der Situation


Souverän bedeutet hier nicht: cool bleiben und nichts zeigen. Es bedeutet: bewusst reagieren statt reflexartig.


Erst zuhören, dann antworten. Klingt selbstverständlich, ist es nicht. Viele formulieren innerlich schon die Antwort, während der andere noch spricht. Lass den Gedanken erst ankommen.


Nicht sofort rechtfertigen. Der Impuls ist verständlich – aber er signalisiert dem anderen: Ich verteidige mich, ich nehme das nicht wirklich an. Auch wenn du anderer Meinung bist, kommt Klarheit besser nach einer kurzen Pause als als erste Reaktion.


Nachfragen statt interpretieren. „Was meinst du konkret damit?" ist kein Eingeständnis. Es ist ein Zeichen, dass du verstehen willst – nicht nur reagieren.


Anerkennen, dass Feedback geben auch Überwindung kostet. Für viele Mitarbeitende ist es alles andere als selbstverständlich, ihrer Führungskraft etwas anzusprechen. Wer das tut, hat sich etwas getraut. Diese Bereitschaft verdient Anerkennung – unabhängig davon, ob du den Inhalt teilst oder nicht.


Danke sagen – und es so meinen. Ein echtes „Danke, dass du das ansprichst" ist keine Höflichkeitsfloskel. Es ist eine Entscheidung, die du bewusst triffst.


Du entscheidest, was du damit machst. Feedback annehmen bedeutet nicht, alles umzusetzen. Du hörst zu, du nimmst es ernst – und dann entscheidest du. Manchmal wirst du etwas ändern. Manchmal wirst du es abwägen und bei deiner Linie bleiben. Beides ist legitim, solange du transparent damit umgehst.


Dir Zeit lassen. Du musst nicht sofort eine Position einnehmen. „Ich nehme das mit und denke drüber nach" ist eine vollständige Antwort – und oft die ehrlichere.



Tabelle – Feedback annehmen vs. Feedback abwehren

Feedback annehmen

Feedback abwehren

Zuhören, bis der andere fertig ist

Innerlich schon die Antwort formulieren

Nachfragen: „Was meinst du konkret?"

Sofort erklären und rechtfertigen

Danke sagen – und es so meinen

Höflich nicken, innerlich abtun

Zeit nehmen vor der Antwort

Sofort eine Position einnehmen

Den Kreis schließen – Rückmeldung geben

Nichts tun nach dem Gespräch

Entscheiden, was umgesetzt wird

Alles umsetzen oder alles ignorieren



So reagierst du – Formulierungen, die funktionieren


Manchmal scheitert es nicht am Willen, sondern daran, dass die richtigen Worte fehlen. Hier sind Formulierungen, die du direkt nutzen kannst:


  • „Danke, dass du das ansprichst. Das ist nicht selbstverständlich."

  • „Kannst du mir ein konkretes Beispiel nennen? Dann verstehe ich besser, was du meinst."

  • „Ich höre, dass dich das beschäftigt. Ich nehme das ernst."

  • „Das ist ein Punkt, über den ich nachdenken möchte. Können wir das nächste Woche nochmal aufgreifen?"

  • „Ich sehe das im Moment anders – gleichzeitig möchte ich deine Perspektive besser verstehen."


Diese Sätze haben eines gemeinsam: Sie signalisieren Offenheit, ohne dass du sofort zustimmen oder dich verbiegen musst. Genau das ist Feedback souverän annehmen – nicht Schwäche zeigen, sondern Stärke durch Haltung.


Wie du das in Kombination mit Feedforward noch wirkungsvoller einsetzt, erkläre ich hier:


Übersicht – Formulierungen für Feedback-Situationen

Situation

Formulierung

Mitarbeitender spricht Kritik an

„Danke, dass du das ansprichst. Das ist nicht selbstverständlich."

Du brauchst mehr Klarheit

„Kannst du mir ein konkretes Beispiel nennen?"

Das Feedback trifft dich

„Ich nehme das mit und denke drüber nach."

Du siehst es anders

„Ich sehe das im Moment anders – gleichzeitig möchte ich deine Perspektive besser verstehen."

Du willst Zeit gewinnen

„Können wir das nächste Woche nochmal aufgreifen?"

Du nimmst es ernst

„Ich höre, dass dich das beschäftigt. Ich nehme das ernst."



Der häufigste Fehler beim Feedback annehmen – und wie du ihn vermeidest


Der häufigste Fehler ist nicht Abwehr. Er ist das scheinbar offene Nicken, dem nichts folgt.


Du hörst zu, sagst „danke, ich nehme das mit" – und dann passiert nichts. Kein Folgegespräch, keine sichtbare Reaktion, keine Rückmeldung darüber, was du mit dem Feedback gemacht hast.


Für den Mitarbeitenden bedeutet das: Ich habe mir etwas getraut – und es hat nichts bewegt. Beim nächsten Mal schweigt er.


Feedback annehmen als Führungskraft heißt deshalb nicht nur: in dem Moment gut reagieren. Es heißt auch: den Kreis schließen. Das muss keine große Geste sein. Ein kurzes „Ich habe darüber nachgedacht, was du letzte Woche gesagt hast – und ich werde X ändern" reicht. Oder: „Ich habe dein Feedback mit mir getragen. Ich sehe es anders als du, aber ich erkläre dir warum."


Beides zeigt: Ich habe dich gehört. Und das ist mehr wert als jede Feedback-Schulung.


Warum Feedback und Feedforward in der Praxis trotzdem oft scheitern – und wie du es besser machst liest du hier:



Feedback annehmen üben: Wie du dich vorbereiten kannst


Wissen allein verändert nichts. Das gilt für Feedback geben – und genauso für Feedback annehmen.


Der Unterschied zwischen Führungskräften, die in solchen Momenten souverän wirken, und denen, die reflexartig reagieren, liegt selten im Charakter. Er liegt in der Übung.


Das bedeutet konkret: Du kannst dich auf Feedback-Situationen vorbereiten, bevor sie entstehen. Du kannst üben, wie du reagierst, wenn jemand etwas anspricht, das dich trifft. Du kannst deine eigenen Muster kennenlernen – und bewusst anders entscheiden.


Hilfreich dabei sind Routinen, die Feedback zur Selbstverständlichkeit machen – bevor es zum Ausnahmemoment wird. Eine kurze Frage am Ende eines Meetings: „Was hätte heute besser laufen können?" Ein fester Slot im monatlichen Einzelgespräch, in dem du explizit nach Rückmeldung fragst. Oder ein kurzes Check-in nach abgeschlossenen Projekten. Wer Feedback regelmäßig einlädt, nimmt ihm den Schrecken – für sich selbst und für das Team.


Wie du solche Routinen konkret aufbaust, schauen wir uns in einem eigenen Artikel an.


Wie du dabei auch auf Kommunikation als Führungsinstrument zurückgreifst, erkläre ich hier:


Wie du dich darüber hinaus als Führungskraft entwickelst: Im Leadership Spotlight arbeiten wir genau daran: in kleiner Gruppe, mit echten Situationen aus deinem Alltag, mit direktem Feedback – auch an dich. Nicht als Seminar, sondern als Raum zum Üben.



Häufige Fragen zum Thema Feedback von Mitarbeitern annehmen


Muss ich als Führungskraft jedes Feedback von Mitarbeitern umsetzen?

Nein. Feedback annehmen und Feedback umsetzen sind zwei verschiedene Dinge. Du hörst zu, du nimmst es ernst – und dann entscheidest du. Manchmal wirst du etwas ändern. Manchmal wirst du nach Abwägung bei deiner Linie bleiben. Beides ist legitim. Entscheidend ist, dass du transparent damit umgehst: Sag dem Mitarbeitenden, was du mit seinem Feedback gemacht hast – auch wenn die Antwort lautet, dass du es anders siehst. Das schließt den Kreis und zeigt, dass du wirklich zugehört hast.


Wie reagiere ich, wenn das Feedback unfair oder falsch ist?

Zuhören und zustimmen sind nicht dasselbe. Du kannst ein Feedback ernst nehmen, nachfragen, die Perspektive des anderen verstehen wollen – und trotzdem zu einem anderen Ergebnis kommen. Wenn du das Feedback für falsch oder unfair hältst, sag das klar und ruhig: „Ich sehe das anders, und ich erkläre dir warum." Was du vermeiden solltest: in die Defensive gehen, das Feedback abtun oder den Mitarbeitenden das Gefühl geben, dass er einen Fehler gemacht hat, indem er es angesprochen hat. Wer Feedback gibt, hat sich etwas getraut – das bleibt so, auch wenn der Inhalt nicht stimmt.


Was tun, wenn Mitarbeitende gar kein Feedback geben – obwohl ich darum bitte?

Das ist meistens kein Desinteresse. Es ist ein Zeichen, dass die psychologische Sicherheit im Team noch nicht hoch genug ist. Mitarbeitende geben Feedback, wenn sie das Gefühl haben, dass es sicher ist – dass keine Konsequenzen drohen, dass ihre Führungskraft es aushält, dass ihre Rückmeldung etwas bewegt. Das entsteht nicht durch einmalige Aufforderung, sondern durch wiederholte Erfahrung. Fang klein an: Frag nach konkreten Situationen statt nach allgemeinem Feedback. Und reagiere auf das, was kommt, so dass der nächste Schritt leichter wird.


Wie oft sollte ich als Führungskraft aktiv nach Feedback fragen?

Es gibt keine Universalformel – aber eine Faustregel: lieber regelmäßig und kurz als selten und groß. Eine Frage am Ende eines Projekts oder nach einem wichtigen Meeting reicht oft schon: „Was hätte ich besser machen können?" oder „Was hat dir in unserem letzten Gespräch gefehlt?" Wer Feedback zur Routine macht, nimmt ihm den Ausnahmecharakter – und damit auch einen Teil der Hemmschwelle.


Wie reagiere ich als Führungskraft, wenn mir ein Mitarbeiter sagt, dass ich zu wenig kommuniziere?

Erstmal: nicht rechtfertigen. Auch wenn dein erster Impuls ist zu erklären, wie viel du eigentlich kommunizierst – dieser Moment ist keine Debatte, sondern eine Information. Frag nach: „Was genau vermisst du – geht es um Häufigkeit, Inhalte oder das Format?" Oft steckt hinter „zu wenig Kommunikation" ein konkretes Bedürfnis, das sich gezielt ansprechen lässt. Und dann: sag, was du tun wirst. Nicht als Versprechen ins Blaue, sondern als konkreten nächsten Schritt.


Was sage ich, wenn ein Mitarbeiter Kritik an meiner Führung übt?

Das Wichtigste zuerst: Danke sagen – und es ernst meinen. Kritik an der eigenen Führung auszusprechen kostet Überwindung. Dann: zuhören, nachfragen, verstehen wollen. „Kannst du mir ein Beispiel nennen, wann dir das aufgefallen ist?" hilft dir, vom Allgemeinen ins Konkrete zu kommen. Anschließend kannst du deine Sicht einbringen – ruhig und klar, ohne Abwehr. Und zum Schluss: sag, was du mitnimmst. Das muss keine Zusage zur Änderung sein. Es reicht zu sagen: „Ich werde darüber nachdenken."



Feedback annehmen lässt sich lernen – wie jede andere Führungsfähigkeit auch. Im Leadership Spotlight üben wir genau das: in kleiner Gruppe, mit echten Situationen, mit direktem Feedback an dich. Schau rein und finde heraus, ob es das Richtige für dich ist.






🎯 Für Führung, die wirkt - und Teams, die bleiben.

 Deine Doris von Your Business Coach



Doris Lindner, dvct-zertifizierte systemische Coach für Führungskräfte im technischen Mittelstand, spezialisiert auf 360°-Feedback und Entwicklungsprogramme
Foto: Irmi Sinnesbichler

Autorin:


Doris Lindner ist dvct-zertifizierte systemische Coach und arbeitet seit 2006 mit Führungskräften im technischen Mittelstand. Sie war sechs Jahre in leitender Funktion tätig und Teil des Führungskreises eines Unternehmens mit über 500 Mitarbeitenden.


Heute konzipiert und führt sie Entwicklungsprogramme für Führungskräfte in KMU (50–1000 MA) durch - mit 360°-Feedback, Coaching und strukturierter Transferbegleitung. Zusammenarbeit u. a. mit Cubia AG und Hans-Seidel-Stiftung.


Im Blog schreibt sie über Mitarbeiterbindung, Führungskompetenz, Kommunikation und Anforderungen an Führung im Mittelstand.



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